Man schaut auf die Berge rund um sich herum und wähnt sich mitten in einem 3D-Film. Jede Felskante scheint zum Greifen nah, die Luft ist glasklar, die Sicht fast unendlich. Nun, an einem solchen Morgen brechen wir zum Bergfrühstück auf die
Kriegeralpe auf. Wir wandern in Oberlech los, nach ca. 45 Minuten erreichen wir die Berghütte. Sie liegt malerisch, ein See mit Wollgras davor, das Hirschgeweih und die Geranien an der Front, rote Sonnenschirme und viel heimeliges Holz. Hätte man sie nicht schon gebaut, man müsste sie regelrecht erfinden. Nach diesem kurzen Marsch schmeckt das Frühstück köstlich. Rührei, Speck und Würstel werden aus der grossen Eisenpfanne serviert, Käse, Schinken, Marmelade und Brot stehen am Teller. Und selbst wer in luftiger Höhe auf ein gesundes Müesli steht, kommt nicht zu kurz.
Von der Hütte aus starten wir zum Butzensee, einem unglaublich blauen Bergsee.
Auf dieser Tour können wir mehrere der
Gormley-Skulpturen sehen. Es wird uns bewusst, wie mächtig die umliegende Natur ist. Erst mit der Zeit erkennen wir aus der Distanz die in die Landschaft hineinversetzten Ob- (oder besser Sub-?)jekte. Kein Wanderer bleibt unberührt. Als Fotosujet, verfremdet, mit Kühen oder als Partner werden sie verewigt.
Bei der Kriegeralpe sind nun alle Tische besetzt – die nachmitttägliche Jause wird serviert. Hier treffen sich jung und alt, flotte Wanderer und Familien. Wer keine langen Wege zurücklegen kann, fährt mit der Bahn bis ca. 10 Minuten vor die Alpe und marschiert das letzte Stück.
Wir wandern über die geologisch interessanten
Gipslöcher nach Oberlech hinunter. Auf der Terrasse des
Hotels Mohnenfluh geniessen wir einen köstlichen Marillen-Streuselkuchen und einen Topfenstrudel. Ein rundum himmlischer Genuss.
Mehr Informationen:
Lech-Zürs Tourismus
Für das Bergfrühstück am Sonntag muss man sich beim Burghotel in Oberlech anmelden:
www.burghotel.at
Carmen Breuss am Montag, 9. August 2010, 21:01