Zimolo
Bis vor wenigen Tagen wusste ich noch nicht einmal, wo die Ballgasse in Wien überhaupt ist – ich weiß, eine wahre Schande als Wienerin - geschweige dem, daß es dort Restaurants gibt (und davon gar nicht wenige!). Aber der Küchenchef des damaligen Top-Restaurants Carpaccio (ein ausgezeichnetes Lokal im 4. Bezirk, das aber mittlerweile einem unterdurchschnittlichen 08/15-Italiener gleicht) hat mich dorthin gebracht, kocht dieser doch schon seit geraumer Zeit im Ristorante Di Zimolo. Die Qualität der Speisen war wie in alten Carpaccio-Zeiten, klassisch, aber überhaupt nicht langweilig: köstlicher Vorspeisenteller, geschmackvolle Pasta, ganz frischer Branzino und ein raffiniertes Tiramisu. Auch sehr zu empfehlen ist der offen ausgeschenkten friulanische Hauswein! Zum Sitzen ist es jetzt vielleicht nicht 100% mein Geschmack, aber auf keinen Fall ungemütlich. Lediglich beim Personal besteht Handlungsbedarf (sowohl beim Charme, als auch bei den Deutschkenntnissen).
Themen: Italienisch Restaurant Wien
Elisabeth Blumauer am Mittwoch, 20. September 2006, 14:25
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