Ich trag den Magen in die Gruft

Ein Lokal gibt es in Wien (4., Rilkeplatz 7), von dem ich befürchten muss, ich habe es in früheren Zeiten mit einem beachtlichen Umsatz gesegnet. Suchte ich es in Studententagen spätabends auf, so bin ich heute eher mittags dort anzutreffen. Nicht mehr Vergorenes weckt mein Interesse, sondern der abwechslungsreiche Mittagstisch, der mit Wiener Hausmannskost trefflich definiert ist. Da ist es kein Fehler, dass sich das Lokal direkt gegenüber der Österreich Werbung befindet. Den Herrn Wirt sieht man morgens die Waren frisch herbeischaffen, was zu meinem grenzenlosen Vertrauen in die Qualität des Gebotenen beiträgt. Dies gilt auch für die stets frischen Salzstangerln. Was mich aber mit Wohlbefinden umfängt, ist das Feuer, das an kalten Tagen im Ofen gegenüber der Schank prasselt und sich mit der dunklen Holzvertäfelung gegen den Unbill der Welt verbündet. Wien hat seine Inseln - echte Beisln, die nicht mehr versprechen als sie sind und genau deshalb so beständig den Moden trotzen. Wir wissen übrigens nicht, wie die Gruft wirklich heißt. Früher war sie die Gruft. Bei uns bleibt sie das auch. Und für Verirrte gilt: Gegenüber der Österreich Werbung, und die ist bekanntlich in der Margaretenstraße 1. http://www.iti.tuwien.ac.at/hannes.htm
Mo-Fr: 10.15-23.00; Sa,So,Fei: geschlossen
Themen: Gasthaus Hausmannskost Wien urig
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Sensationelle Fotographenleistung
Noch eine Anekdote: Diese Gastwirtschaft soll bei Österreich Werbern derart beliebt sein, dass man dem Fleissigsten unter uns schon einen Gedenkstein im Lokal gesetzt hat (hängt über der Küchentür) ... . Zum Glück ist dieser Kollege inzwischen schon im wohlverdienten Ruhestand und ich komm jetzt wieder früher nach Hause ...