Südsteirische Hymne
In die Südsteiermark kann man immer fahren. Jetzt muss man. Zum Kreuzwirt am Pössnitzberg. Der ist dem Himmel ganz nah.
So schreibt Samo Kobenter. Richtig, es handelt sich um eine Verwandtschaft unserer Franca. Genauer - um ihren Bruder. Noch besser - er ist einer jener Journalisten die man getrost auch "Zeilenvirtuosen" nennen darf. Letzte Woche hab ich einen seiner Artikel entdeckt, in dem er ein Lieblingsfleckerl meinerseits beschreibt und mit obigem Entree beginnt. Mehr davon gefällig? Bitte sehr.
Die Frage ist, wie man eine Hymne beginnen soll. Vielleicht so: Sie haben sogar eine neue Straße gebaut. Für uns. Damit wir auf den Pössnitzberg finden. Und ein altes Wirtshaus hergerichtet. Für uns. Sechs Gästezimmer, damit wir nach dem Essen nur noch einmal umfallen müssen, um wie zu Hause zu pennen. Nein, schöner, weil zu Hause die Küche naturgemäß nicht mithalten kann. Und weil zu Hause am Morgen nicht die Südsteiermark vor dem Fenster liegt, was heißt liegt, sich hinbreitet sozusagen, und zwar die Essenz der Südsteiermark, die südsteirische Landschaftsidee schlechthin: der Weinberg zum Waldesrand hinunter, dahinter gefältet und sauber gereiht die Hügel, darüber ein spätsommerlicher Himmel, der schon nach Sturm und Kastanien riecht.
Wer glaubt die Wahrheit kann mit den Zeilen nicht mithalten, bitte: das Originalfoto des Artikels als Originaldoku per Handykamera.

Und weil´s so schön ist, noch ein paar Zeilen zum Abschied ... *gg*
Das Carpaccio vom Ochsen treibt nicht nur Fleisch-Rohköstlern Tränen der Lust in die Augen, und beim Wallerfilet in Flusskrebsbegleitung demonstrierten Fuchs/Schwarzinger endgültig auf welch hohem Niveau ihre Küche mittlerweile angelangt ist. Die Krebse hauchzart, das Karkassen-Safterl mit einem zitronengrasigen Hauch, der Fisch zergeht aus Freude, mit von der Partie zu sein, zwischen Gabel und Gaumen. Das nachfolgende Stück vom Spanferkel war aus dem Goderl oder dem Nacken geschnitten, krachfest die Kruste, milchweiß duftend und zart der Speck darunter, das Fleisch butterweich und von einer Konsistenz, die den glücklichen Erdenwandel des lieben Viehs vor seiner Transformation zum Lebensmittel noch erahnen lässt. Dazu kommen die Krautfleckerl mit Trüffeln so fantastisch, dass man den kleinen Grammelknödel mit der hausgemachten Miniatur-Blunzen daneben fast übersehen könnte. Man sollte es zum eigenen, endgültigen Wohle nicht.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Hinfahren! Zum Nachlesen: der Artikel ist im Standard Rondo erschienen.
So schreibt Samo Kobenter. Richtig, es handelt sich um eine Verwandtschaft unserer Franca. Genauer - um ihren Bruder. Noch besser - er ist einer jener Journalisten die man getrost auch "Zeilenvirtuosen" nennen darf. Letzte Woche hab ich einen seiner Artikel entdeckt, in dem er ein Lieblingsfleckerl meinerseits beschreibt und mit obigem Entree beginnt. Mehr davon gefällig? Bitte sehr.
Die Frage ist, wie man eine Hymne beginnen soll. Vielleicht so: Sie haben sogar eine neue Straße gebaut. Für uns. Damit wir auf den Pössnitzberg finden. Und ein altes Wirtshaus hergerichtet. Für uns. Sechs Gästezimmer, damit wir nach dem Essen nur noch einmal umfallen müssen, um wie zu Hause zu pennen. Nein, schöner, weil zu Hause die Küche naturgemäß nicht mithalten kann. Und weil zu Hause am Morgen nicht die Südsteiermark vor dem Fenster liegt, was heißt liegt, sich hinbreitet sozusagen, und zwar die Essenz der Südsteiermark, die südsteirische Landschaftsidee schlechthin: der Weinberg zum Waldesrand hinunter, dahinter gefältet und sauber gereiht die Hügel, darüber ein spätsommerlicher Himmel, der schon nach Sturm und Kastanien riecht.
Wer glaubt die Wahrheit kann mit den Zeilen nicht mithalten, bitte: das Originalfoto des Artikels als Originaldoku per Handykamera.

Und weil´s so schön ist, noch ein paar Zeilen zum Abschied ... *gg*
Das Carpaccio vom Ochsen treibt nicht nur Fleisch-Rohköstlern Tränen der Lust in die Augen, und beim Wallerfilet in Flusskrebsbegleitung demonstrierten Fuchs/Schwarzinger endgültig auf welch hohem Niveau ihre Küche mittlerweile angelangt ist. Die Krebse hauchzart, das Karkassen-Safterl mit einem zitronengrasigen Hauch, der Fisch zergeht aus Freude, mit von der Partie zu sein, zwischen Gabel und Gaumen. Das nachfolgende Stück vom Spanferkel war aus dem Goderl oder dem Nacken geschnitten, krachfest die Kruste, milchweiß duftend und zart der Speck darunter, das Fleisch butterweich und von einer Konsistenz, die den glücklichen Erdenwandel des lieben Viehs vor seiner Transformation zum Lebensmittel noch erahnen lässt. Dazu kommen die Krautfleckerl mit Trüffeln so fantastisch, dass man den kleinen Grammelknödel mit der hausgemachten Miniatur-Blunzen daneben fast übersehen könnte. Man sollte es zum eigenen, endgültigen Wohle nicht.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Hinfahren! Zum Nachlesen: der Artikel ist im Standard Rondo erschienen.
Themen: Gasthaus & Gastwirtschaft mit Stil Steiermark Design
Martin Schobert am Freitag, 6. Oktober 2006, 00:19
0 Kommentare | | 0 Trackbacks
Trackback URL:
http://blog.austria.info/stories/1581/modTrackback

