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Von Tiroler Kühen und anderen Aromen ...

Letztens hat mich bei einer gemeinsamen Busfahrt unser "Ur-Japaner" Volker Jaindl mit einer Schilderung über einzigartige, parkähnliche und von Bauern geschaffene Kulturlandschaften Österreichs "gefesselt", die uns "Einheimischen" ja gar nicht mehr auffallen. Eigene Worte umschreiben erlebte Gefühle am besten, darum hab' ich ihn um einen Beitrag für unseren blog gebeten:

Ich hab die Gelegenheit beim ÖWorkshop genutzt mich mit meinem in Tirol lebenden Bruder zu einem Abendessen im Gasthof „Wilder Mann“ in Lans zu treffen, wo ich zuletzt während der Winterolympiade 1976 gespeist und beste Erinnerungen bis heute gespeichert hatte. Lans liegt im Süden von Innsbruck, im Tiroler Vorgebirge. Da wir herrliches Wetter hatten und etwas zu früh dran waren sind wir noch spazieren gegangen. Der Ort ist ganz klein. Man ist gleich aus dem „Kern“, aus den Häusern draußen - mitten in Wiesen und Feldern. Da war eine Pferdekoppel mit neugierigen Fohlen, die zum Zaun kamen und mit uns spielen wollten. Und dann war da der Geruch in der Luft, den ich in 20 Jahren in Japan kein einziges Mal gerochen habe, der mir aber aus meiner Kindheit so vertraut war. Und meinem Bruder ebenso.

Ein kleines Stück weiter war ein blitzsauberer, moderner Kuhstall, aus dem dieses uns so bekannte, charakteristische Aroma herkam. Die Stalltüre war offen, wir schauten vorsichtig hinein. Bauern wollen ja nicht, wenn Städter oder Touristen in Ställen herummarschieren und das Vieh scheu machen. Doch da kam der Bauer schon auf uns zu und bat uns einzutreten. Im Nu war ein Fachgespräch im Gange: Welche Literleistung bringen die Kühe, was macht der Nachwuchs (es gab ein paar junge, ganz entzückende Kälber), wie meistert man die Arbeit ohne geschulte Hilfe... . Mein Bruder und ich hatten in unserer Mittelschulzeit im Sommer jeweils einen Monat auf Bauernhöfen in der Steiermark zugebracht und waren damals voll in den bäuerlichen Tagesablauf integriert. Daher hat der Bauer erst ganz zum Schluß gefragt, ob wir vielleicht aus Wien wären. Was aus dem Mund eines Tirolers natürlich einer Erklärung zum Ehrenbürger gleichkommt!

Ja, dann sind wir in den Wilden Mann essen gegangen. Alles war so wie in meiner Erinnerung: das gedrungene, uralte Haus mit den dicken Mauern, die herrliche Zirbenstube. Alles perfekt in Schuß und mit dieser gediegenen Atmosphäre wie sie nur „gestandene“, über Generationen mit Engagement betriebene Gasthöfe haben. Das Essen war natürlich perfekt einheimisch aber leicht - wie man heute sagt „modern“ - zubereitet. Wir haben uns drei Vorspeisen geteilt und dann - habe ich mich in eine köstliche Tiroler Leber vertieft... . Abgesehen von der phantastischen Zubereitung ist Leber in Japan einfach nicht zu kriegen – wegen BSE sind alle Innereien von Kalb oder Kuh verboten.

Österreichische Weine kriege ich zwar seit ein paar Jahren auch in Japan, aber natürlich nur ein beschränktes Sortiment. Ein Pinot Noir vom Umathum war da natürlich willkommen.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich mir denke, es könnte auch für andere (Groß-)Städter ein Erlebnis sein, Natur pur mit gediegener Gastfreundschaft zu verbinden, und das nur zwanzig Minuten von Innsbruck entfernt.

Lieber Martin, beste Grüße aus Tokyo,


Die Reinkarnation tiroler Zirbenstuben - das Zirbelzimmer im Wilden Mann in Lans ...

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1 Kommentar

Markus - 8. Nov, 17:39

Kompliment...

...an Volker Jaindl für diesen mitreissenden Erlebnisbericht eines Großstädters über die Wunder der alpinen Landschaft. Die Sehnsucht des Tokioters nach der Natur kann ich auch als Wienbewohner mitfühlen!

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