Fleisch! Betrachtung über die Wurstsemmel

Die Wurstemmel erstand man früher auf dem Schulweg - und zwar beim Fleischhauer. Es mag schon damals klüger gewesen sein, Vollkornbrot und Apfel zu essen. Besser schmeckte die Wurstsemmel. Leider fiel die Wurstsemmel später den Moden der Vor- und Fertigbackerei zum Opfer. Die Semmelhälften wurden innen so glatt, dass die Extrawurst kläglich verrutschte - dies vor allem, wenn es sich um die teigig-wässrige Variante handelte.
Vor einigen Jahren folgte ich einer Eingebung und erstand in einer der wenigen Fleischhauereien Wiens eine Wurstsemmel, die mich umgehend verjüngte(, was Chanel und La Prairie niemals in dieser Intensität gelingt). Seit diesem Erlebnis kaufe ich so oft es geht bei Alfred Scharmitzer (1210, Theodor Körner Gasse 34/Ecke Donaufelder Straße) ein. Die Qualität des Fleisches ist hervorragend, die der Würstel & Würste (aus eigener Erzeugung) ebenso; Frau Scharmitzer bäckt selbst Mehlspeisen; man kann sich von Scharmitzer auch Brötchen liefern lassen, Scharmitzer führt Wild; zur Ganslzeit kann man bei Scharmitzer das ganze "Package" erstehen. Die Liste ließe sich fortsetzen. Vor allem aber hat Scharmitzer seine Wurstsemmeln. Und die macht ihm keiner nach.
Telefonnr. 01/2701341
Themen: urig Hausmannskost Wien Slow Food
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