Sicilia est insula in 1040

Der erste Geschmackseindruck einer hauchdünnen Prosciuttoscheibe, die Nino Crupi im Sommer 2006 bedächtig von einem riesigen Schinken herunter schnitt und mir mit eleganter Handbewegung darreichte, kann als Verzückung bezeichnet werden. Ich hatte Prosciutto bis dahin als Materie gekannt, die dazu genötigt wird, allerlei zu verhüllen: Melonen etwa, Weichkäse oder (o, Jamie Oliver, warum?) Angler - nichts davon will sich mir erschließen.
Sogleich wurde das Geschäft in Wien 4 (Margaretenstraße 3) Ort meiner tätigen Neugierde, und das war ein lohnendes Unterfangen.
Ergebnis:
Nino Crupi ist ein Sizilianer, in dessen elterlichem Garten die besten Orangen wachsen, die man in Wien finden kann (weil er sie dankenswerter weise hierher importiert). Das Olivenöl von eben dort verdient den selben Superlativ. Wann immer ich ein Geschenk zu machen habe, das nicht alltäglich sein soll, edel, aber nicht unverhältnismäßig teuer, schenke ich eine Flasche Crupi'schen Olivenöls und ernte stets überschwängliche Reaktionen.
Seine Antipasti beglücken meine Gäste, und wenn es etwas zu feiern gibt, schenke ich Crupis Prosecco (aus). Crupis Käse sind ebenso eigene Importe, und jeder - ob Pistazienpeccorino oder Parmesan - verdient höchste Anerkennung.

Nino Crupi ist ganz in unserer Nähe - gleich neben der Österreich Werbung. Wir Glückspilze!
Crupi alimentari
Margaretenstraße 3
0664 3910607
Themen: Wien Slow Food Italienisch
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