Wer kennt dieses interessante Phänomen nicht, man sitzt irgendwo in einem fremden, exotischen Land und hat sich vorgenommen gerade kulinarisch Erlebtes zu Hause selbst zu machen um dann seinen Liebsten genau dieses Gefühl zu vermitteln. Mit Garantie: funktioniert sicher nicht. Es schmeckt zu Hause einfach ganz anders und interessanterweise schmecken Köstlichkeiten wirklich auch nur dort woher sie kommen. Einige Beispiele gefällig? Ouzo schmeckt in Griechenland in der Taverne, nicht bei mir im Wohnzimmer. Die einzigartige Tom Yan Gung - Thailands Nationalsuppe - könnte ich mir nie und nimmer in Griechenland vorstellen. Oder dieses herrliche indische Essen schmeckt sicherlich nur im Ambiente - sagen wir mal - Jaipur's, passt aber überhaupt nicht nach Finnland ans Kaminfeuer, dort schmeckt mir nämlich der gegrillte Lachs am besten. Und so weiter und so fort. Es ist schon sehr interessant wie wichtig Atmosphären sind oder können Sie sich eine Grießnockerlsuppe mit Omama Teller, Riesenlöffel und diesem einzigartigen Geruch wie bei einem typischen Wiener Wirten irgendwo in Paris vorstellen. Deswegen halte ich es für äußerst wichtig, wenn man beispielsweise auf ein griechisches Mize einlädt oder in Wien japanisch Essen geht, das diese Atmosphöre schlicht und einfach auch gewährleistet sein muss. Der Chef, der diesen Akzent drauf hat ist dabei genauso ein Faktor, wie etwa die Musik oder der Geruch des jeweiligen Landes. Wie so oft im Leben ist auch hier eindeutig Authentizität gefragt und die haben einige Menschen respektive Lokale drauf, hauptsache man kippt dann auf das was Thema ist hinein. In meinen nächsten Blogs möchte ich Ihnen einige dieser Restaurants/Plätze vorstellen, die das schaffen - zumindest für mich schon des öfteren geschafft haben.... In diesem Sinn bis bald.
Peter Agathakis am Montag, 9. Juni 2008, 15:28