Sind wir nicht alle Kuh-Liebhaber?
Nein, heute meine ich weder etwas anzügliches noch geht es um Bio-Beef und Entrecote vom Hochlandrind. Es geht ganz einfach um sie, Resi oder Fanni. Wie immer man sie auch nennen mag - sind sie nicht bezaubernd anzuschauen?

Aber nicht nur Kühe bevölkern unsere Almen. Wussten Sie, daß 18.000 Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde z.B. auf 2.600 Tiroler Almen herumstehen? Oder dass jede Kuh am Tag rund 100 m² Almwiese abgrast? Stellen Sie sich vor welche Menge an Futter dies in 120 Almtagen wohl ist. Und durch diese äusserst delikate Mischung edelster Almblumen und Wiesenkräuter wird entsteht herrliche österreichische Milch. Grundlage für allerlei Köstlichkeiten, erinnern Sie sich zum Beispiel an ihr letztes Glas Buttermilch, dass sie auf einer der vielen bewirtschafteten Alm-Hütten getrunken haben. Einzigartig. Oder eine echte Bauernbutter, am besten auf einem frischen Laib Holzofenbrot gestrichen mit einer Scheibe Bergkäse aus silofreier Alm-Rohmilch ...
Genug geträumt.
Den Tag an dem Mensch und Tier wieder ins Tal zurückkehren, feiert man in Tirol seit Jahrhunderten. Ich gebe zu - mancherorts möge das eine oder andere bereits ein wenig "inszeniert" wirken, gelegentlich sogar sein! Im Tiroler Ort Jerzens ist es am zweiten Samstag im September wieder so weit - und dort ist alles garantiert "unverfälscht": Die Kühe kommen nach Hause, nachdem sie zweieinhalb Monate auf der Alm verbracht hatten. Die Kuhglocken läuten und ein ganzer Ort – samt seinen Gästen – ist auf den Beinen und feiert die Rückkehr der Tiere.
Auf der Alm hat alles seine Ordnung. Deshalb ist auch genau geregelt, welche Kuh welchen Kopfschmuck ("Proscht" genannt) tragen darf. Als Senner der Jerzener Tanzalm kennt Toni Schöpf alle Tiere genau und ist deshalb am Ende der Saison auch der „Unparteiische“, der die Kühe für den Almabtrieb auszeichnet.

Und so wählt er den "Stoßproscht" für die imposanteste Kuh. Der "Milchproscht" wird an die Kuh mit der besten Milchleistung vergeben. Und dann gibt es noch den Proscht für die schönste Graue, beziehungsweise die schönste Braune. Weil auch immer die zweiten Plätze belohnt werden, sind es schließlich acht Kühe, die die Herde anführen dürfen.

Der ganze Ort feiert, man isst Kasknödel und frisch gebackene Kiachln mit Preiselbeeren, Zucker oder Schlamperkraut. Die Musi spielt, das Bier fließt. Am nächsten Tag geht es übrigens weiter, denn da findet der Jerzener Kirchtag statt. Umrahmt von einem feierlichen Festgottesdienst und einer Feldmesse gibt es Schützenfest und Volkstanzen. Der Almabtrieb in Jerzens ist keine Show, sondern ein farbenprächtiges Stück bäuerlichen Lebens.
Einen sehr guten Überblick über Almabtriebe in Tirol hat nun die Tirol Werbung zusammengestellt, am besten gefällt mir der "Almabtrieb in weiß" aus Tarrenz, die Schafschiede ist ein Almabtrieb der Schafe. Aber auch hier muss man nicht ganz auf Kühe verzichten, gibt es doch ein Kuhlotto. Während das Tier grast, gilt es in einem abgegrenzten und durchnummerierten Feld zu erraten, wo die Kuhflade hinfallen wird. Wer richtig tippt, kann € 1.000,- gewinnen und sich seinen Urlaub finanzieren. Ist doch genial, oder?
Nachtrag: Auf vielfachen Wunsch gibt es hier einen Überblick über alle "offiziellen" Almabtriebe2008 (pdf, 201 KB)in Österreich.

Aber nicht nur Kühe bevölkern unsere Almen. Wussten Sie, daß 18.000 Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde z.B. auf 2.600 Tiroler Almen herumstehen? Oder dass jede Kuh am Tag rund 100 m² Almwiese abgrast? Stellen Sie sich vor welche Menge an Futter dies in 120 Almtagen wohl ist. Und durch diese äusserst delikate Mischung edelster Almblumen und Wiesenkräuter wird entsteht herrliche österreichische Milch. Grundlage für allerlei Köstlichkeiten, erinnern Sie sich zum Beispiel an ihr letztes Glas Buttermilch, dass sie auf einer der vielen bewirtschafteten Alm-Hütten getrunken haben. Einzigartig. Oder eine echte Bauernbutter, am besten auf einem frischen Laib Holzofenbrot gestrichen mit einer Scheibe Bergkäse aus silofreier Alm-Rohmilch ...
Genug geträumt.
Den Tag an dem Mensch und Tier wieder ins Tal zurückkehren, feiert man in Tirol seit Jahrhunderten. Ich gebe zu - mancherorts möge das eine oder andere bereits ein wenig "inszeniert" wirken, gelegentlich sogar sein! Im Tiroler Ort Jerzens ist es am zweiten Samstag im September wieder so weit - und dort ist alles garantiert "unverfälscht": Die Kühe kommen nach Hause, nachdem sie zweieinhalb Monate auf der Alm verbracht hatten. Die Kuhglocken läuten und ein ganzer Ort – samt seinen Gästen – ist auf den Beinen und feiert die Rückkehr der Tiere.
Auf der Alm hat alles seine Ordnung. Deshalb ist auch genau geregelt, welche Kuh welchen Kopfschmuck ("Proscht" genannt) tragen darf. Als Senner der Jerzener Tanzalm kennt Toni Schöpf alle Tiere genau und ist deshalb am Ende der Saison auch der „Unparteiische“, der die Kühe für den Almabtrieb auszeichnet.

Und so wählt er den "Stoßproscht" für die imposanteste Kuh. Der "Milchproscht" wird an die Kuh mit der besten Milchleistung vergeben. Und dann gibt es noch den Proscht für die schönste Graue, beziehungsweise die schönste Braune. Weil auch immer die zweiten Plätze belohnt werden, sind es schließlich acht Kühe, die die Herde anführen dürfen.

Der ganze Ort feiert, man isst Kasknödel und frisch gebackene Kiachln mit Preiselbeeren, Zucker oder Schlamperkraut. Die Musi spielt, das Bier fließt. Am nächsten Tag geht es übrigens weiter, denn da findet der Jerzener Kirchtag statt. Umrahmt von einem feierlichen Festgottesdienst und einer Feldmesse gibt es Schützenfest und Volkstanzen. Der Almabtrieb in Jerzens ist keine Show, sondern ein farbenprächtiges Stück bäuerlichen Lebens.
Einen sehr guten Überblick über Almabtriebe in Tirol hat nun die Tirol Werbung zusammengestellt, am besten gefällt mir der "Almabtrieb in weiß" aus Tarrenz, die Schafschiede ist ein Almabtrieb der Schafe. Aber auch hier muss man nicht ganz auf Kühe verzichten, gibt es doch ein Kuhlotto. Während das Tier grast, gilt es in einem abgegrenzten und durchnummerierten Feld zu erraten, wo die Kuhflade hinfallen wird. Wer richtig tippt, kann € 1.000,- gewinnen und sich seinen Urlaub finanzieren. Ist doch genial, oder?
Nachtrag: Auf vielfachen Wunsch gibt es hier einen Überblick über alle "offiziellen" Almabtriebe2008 (pdf, 201 KB)in Österreich.
Martin Schobert am Dienstag, 8. Juli 2008, 20:57
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ganz schön kuhl....
Bevor die jetzt das ganze Gras wegfressen, werd ich wohl eine Tonne für mich selber reservieren, zum Basteln.....
http://www.flickr.com/photos/lammertal/sets/72157604090297561/