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Hallo Fabian, in Tirol ist das Karwendel einen Besuch...
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passen einfach perfekt zusammen! Bei den Bildern bekommt...
Gerry - 15. Jan, 08:20
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...muss ich mal Senf und Söhne. Das Konzept hört...
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Naja ich bin ja nicht so der Senf Fan aber klingt zumindest...
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Tolles Restaurant!
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echt lecker dort, vor...
echt lecker dort, vor allem mit guter musik die ich...
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Kleiner kulinarischer Sprachkurs mit Schaumkrone

Selbst gebrautes, bernsteinfarbenes Bier mit würziger Note – klingt gut, und nach dem ersten kühlen Schluck ist klar: das Reiner-Bier im Brauereigasthof Reiner schmeckt auch wirklich gut.

Gebraut wird es im Ortszentrum von Lochau in Vorarlberg, im Brauereigasthof Reiner.
Seit 1860 befinden sich im ehemaligen Gerichtsgebäude Hofrieden das Gasthaus und eine Brauerei – um 1900 produzierte die Brauerei in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Hektoliter Bier.
1978 stellte die Brauerei Reiner ihren Betrieb ein.
Das Gasthaus aber blieb bis heute bestehen und seit kurzem wird auch das Reiner-Bier wieder gebraut und ausgeschenkt.

Das Essen ist bodenständig, ohne schwer im Magen zu liegen.
Zum rosa gebratenen Schweinsfilet mit Pfifferlingsrahmsauce gibt es Sommergemüse und „Butternüdele“ – für alle, die des Alemannischen nicht mächtig sind: es handelt sich dabei um Tagliolini in Butter geschwenkt, Butternudeln eben.
Nehmen wir die Speisekarte also ruhig zum Anlass, um eine kleine Einführung ins Vorarlbergische zu geben, eine Sprache, die zum Verniedlichen neigt.

Das gelungene Kalbsbries mit Preiselbeervinaigrette wird auf Nüsslesalat, sprich Vogerlsalat, gebettet, die gebackenen (und darum knusprigen) Zanderknusperle auf Blattsalat mit hausgemachter Sauce Remoulade.
Die Kraftbrühe wird mit „Flädle“ (Fritatten) oder mit Leberspätzle serviert, die „Reiner-Bier“-Suppe mit gewöhnlichen Schwarzbrotcroutons.
Zu den Hausspezialitäten zählen „Kalbsbäckle“ (Kalbswangerl), die 24 Stunden geschmort werden, aber auch Spanferkel und steirisches Backhendl.
Natürlich gibt es auch Vorarlberger Kässpätzle, auf Wunsch mit Apfelmus, und Felchen aus dem nahen Bodensee.
Neben Carpaccio vom Maredobeef tummeln sich auf der Speisekarte auch ordinäre „Wienerle“ mit Senf und Kren, in Wien besser bekannt als „Frankfurter“.
Sehr zu empfehlen sind die Apfelküchle mit Vanilleeis und Preiselbeeren – Achtung:„fuhrig“, will heißen „sehr sättigend“.

Da das Klima in Vorarlberg dem Weinbau leider nicht allzu sehr entgegen kommt, stammen die angebotenen Weißweine allesamt und die Rotweine zum größten Teil aus Niederösterreich und dem Burgenland.
Unbedingt probieren: das Reiner-Bier, eh klar. Das 0,2 Liter-Glas (Pfiff) wird übrigens liebevoll als „Probiererle“ bezeichnet.

Sollte man nach dem Genuss all dieser Köstlichkeiten nicht mehr nach Hause wollen (oder können), so steige man über die knarrende Holztreppe in den 2. Stock und lege sich in einem der 6 Gästezimmer zur Ruhe – die Zimmer wurden allesamt von einer Künstlerin ausgesprochen geschmackvoll und schön gestaltet.

Einziges Manko: der Gastgarten. Das Grundstück liegt keilförmig zwischen zwei Straßen, zwar auf höherem Niveau, aber leider tut das dem Verkehrslärm keinen Abbruch.

Nichtsdestotrotz:
An Guata!
(Guten Appetit!)

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2 Kommentare

Martin Schobert - 17. Nov, 03:39

Weine aus Niederösterreich ...

... finde ich nicht nur als Landes-Patriot genial:

Ein Flascherl vom Alzinger, Hirzberger, Jamek, Knoll, Nigl, Bracher, Lagler, Loimer, Fritsch, Ott oder einen Vollmond-Wein der Familie Saaß vom Nikolaihof - eine derart hohe Dichte an ausgenommen großartigen Weinen von herausragenden Winzern muss uns erst ein Bundesland oder ausländische Weinregion nachmachen ... :-)

Na bitte - schwuppdiwupp - und jetzt hab ich meine persönlichen Spitzenwinzer / Weisswein - verraten. Macht nichts - die haben zum Glück genug Ernte dieses Jahr. Und die Roten - alles Burgenländer - behalte ich mir als Kommentar für deinen nächsten post auf.

Übrigens - dein Artikel macht schwer Lust auf Ländle und es klingt aus deinen Zeilen sogar das "Hirn" äusserst delikat und schmackhaft. Womit ich wieder zugeben muss, mit Innereinen habe ich es halt nicht so ...
Finanzler - 22. Nov, 09:10

das schade ist an diesen kleinen Brauereien (die meistens ein hervorragendes Bier brauen!), dass man dieses Bier nur schwer bekommt und man kaum Gelegenheit hat, diese köstliche Tropfen auf privat zuhause zu trinken.

Habe selbst schon 3 Führungen in kleineren Brauerein mitgemacht und es war jedes mal noch ein schönes erlebnis mit einer tollen anschließenden Verkostung ;-)

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