Kleiner kulinarischer Sprachkurs mit Schaumkrone
Selbst gebrautes, bernsteinfarbenes Bier mit würziger Note – klingt gut, und nach dem ersten kühlen Schluck ist klar: das Reiner-Bier im Brauereigasthof Reiner schmeckt auch wirklich gut.
Gebraut wird es im Ortszentrum von Lochau in Vorarlberg, im Brauereigasthof Reiner.
Seit 1860 befinden sich im ehemaligen Gerichtsgebäude Hofrieden das Gasthaus und eine Brauerei – um 1900 produzierte die Brauerei in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Hektoliter Bier.
1978 stellte die Brauerei Reiner ihren Betrieb ein.
Das Gasthaus aber blieb bis heute bestehen und seit kurzem wird auch das Reiner-Bier wieder gebraut und ausgeschenkt.
Das Essen ist bodenständig, ohne schwer im Magen zu liegen.
Zum rosa gebratenen Schweinsfilet mit Pfifferlingsrahmsauce gibt es Sommergemüse und „Butternüdele“ – für alle, die des Alemannischen nicht mächtig sind: es handelt sich dabei um Tagliolini in Butter geschwenkt, Butternudeln eben.
Nehmen wir die Speisekarte also ruhig zum Anlass, um eine kleine Einführung ins Vorarlbergische zu geben, eine Sprache, die zum Verniedlichen neigt.
Das gelungene Kalbsbries mit Preiselbeervinaigrette wird auf Nüsslesalat, sprich Vogerlsalat, gebettet, die gebackenen (und darum knusprigen) Zanderknusperle auf Blattsalat mit hausgemachter Sauce Remoulade.
Die Kraftbrühe wird mit „Flädle“ (Fritatten) oder mit Leberspätzle serviert, die „Reiner-Bier“-Suppe mit gewöhnlichen Schwarzbrotcroutons.
Zu den Hausspezialitäten zählen „Kalbsbäckle“ (Kalbswangerl), die 24 Stunden geschmort werden, aber auch Spanferkel und steirisches Backhendl.
Natürlich gibt es auch Vorarlberger Kässpätzle, auf Wunsch mit Apfelmus, und Felchen aus dem nahen Bodensee.
Neben Carpaccio vom Maredobeef tummeln sich auf der Speisekarte auch ordinäre „Wienerle“ mit Senf und Kren, in Wien besser bekannt als „Frankfurter“.
Sehr zu empfehlen sind die Apfelküchle mit Vanilleeis und Preiselbeeren – Achtung:„fuhrig“, will heißen „sehr sättigend“.
Da das Klima in Vorarlberg dem Weinbau leider nicht allzu sehr entgegen kommt, stammen die angebotenen Weißweine allesamt und die Rotweine zum größten Teil aus Niederösterreich und dem Burgenland.
Unbedingt probieren: das Reiner-Bier, eh klar. Das 0,2 Liter-Glas (Pfiff) wird übrigens liebevoll als „Probiererle“ bezeichnet.
Sollte man nach dem Genuss all dieser Köstlichkeiten nicht mehr nach Hause wollen (oder können), so steige man über die knarrende Holztreppe in den 2. Stock und lege sich in einem der 6 Gästezimmer zur Ruhe – die Zimmer wurden allesamt von einer Künstlerin ausgesprochen geschmackvoll und schön gestaltet.
Einziges Manko: der Gastgarten. Das Grundstück liegt keilförmig zwischen zwei Straßen, zwar auf höherem Niveau, aber leider tut das dem Verkehrslärm keinen Abbruch.
Nichtsdestotrotz:
An Guata!
(Guten Appetit!)
Gebraut wird es im Ortszentrum von Lochau in Vorarlberg, im Brauereigasthof Reiner.
Seit 1860 befinden sich im ehemaligen Gerichtsgebäude Hofrieden das Gasthaus und eine Brauerei – um 1900 produzierte die Brauerei in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Hektoliter Bier.
1978 stellte die Brauerei Reiner ihren Betrieb ein.
Das Gasthaus aber blieb bis heute bestehen und seit kurzem wird auch das Reiner-Bier wieder gebraut und ausgeschenkt.
Das Essen ist bodenständig, ohne schwer im Magen zu liegen.
Zum rosa gebratenen Schweinsfilet mit Pfifferlingsrahmsauce gibt es Sommergemüse und „Butternüdele“ – für alle, die des Alemannischen nicht mächtig sind: es handelt sich dabei um Tagliolini in Butter geschwenkt, Butternudeln eben.
Nehmen wir die Speisekarte also ruhig zum Anlass, um eine kleine Einführung ins Vorarlbergische zu geben, eine Sprache, die zum Verniedlichen neigt.
Das gelungene Kalbsbries mit Preiselbeervinaigrette wird auf Nüsslesalat, sprich Vogerlsalat, gebettet, die gebackenen (und darum knusprigen) Zanderknusperle auf Blattsalat mit hausgemachter Sauce Remoulade.
Die Kraftbrühe wird mit „Flädle“ (Fritatten) oder mit Leberspätzle serviert, die „Reiner-Bier“-Suppe mit gewöhnlichen Schwarzbrotcroutons.
Zu den Hausspezialitäten zählen „Kalbsbäckle“ (Kalbswangerl), die 24 Stunden geschmort werden, aber auch Spanferkel und steirisches Backhendl.
Natürlich gibt es auch Vorarlberger Kässpätzle, auf Wunsch mit Apfelmus, und Felchen aus dem nahen Bodensee.
Neben Carpaccio vom Maredobeef tummeln sich auf der Speisekarte auch ordinäre „Wienerle“ mit Senf und Kren, in Wien besser bekannt als „Frankfurter“.
Sehr zu empfehlen sind die Apfelküchle mit Vanilleeis und Preiselbeeren – Achtung:„fuhrig“, will heißen „sehr sättigend“.
Da das Klima in Vorarlberg dem Weinbau leider nicht allzu sehr entgegen kommt, stammen die angebotenen Weißweine allesamt und die Rotweine zum größten Teil aus Niederösterreich und dem Burgenland.
Unbedingt probieren: das Reiner-Bier, eh klar. Das 0,2 Liter-Glas (Pfiff) wird übrigens liebevoll als „Probiererle“ bezeichnet.
Sollte man nach dem Genuss all dieser Köstlichkeiten nicht mehr nach Hause wollen (oder können), so steige man über die knarrende Holztreppe in den 2. Stock und lege sich in einem der 6 Gästezimmer zur Ruhe – die Zimmer wurden allesamt von einer Künstlerin ausgesprochen geschmackvoll und schön gestaltet.
Einziges Manko: der Gastgarten. Das Grundstück liegt keilförmig zwischen zwei Straßen, zwar auf höherem Niveau, aber leider tut das dem Verkehrslärm keinen Abbruch.
Nichtsdestotrotz:
An Guata!
(Guten Appetit!)
Themen: Gasthaus & Gastwirtschaft Hausmannskost
Ursula Schiller am Freitag, 14. November 2008, 10:58
2 Kommentare | | 0 Trackbacks
Trackback URL:
http://blog.austria.info/stories/32789/modTrackback

