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Iberisch Bärig

Bei meinen letzten Österreich-Aufenthalten hatte ich Hunger und habe dabei gleich zwei neue, empfehlenswerte Lokale entdeckt.

Da gibt es in Wien in der Mondscheingasse einen Spanier. Der nennt sich passend zum Namen der Gasse „Lobo y Luna“. Es ist ein kleines Beisl, wie man in Wien sagt: Vorne der Barbereich für die Raucher, hinten gemütlich zum Sitzen für die Nichtraucher. Wir sind hinten gesessen. Die Karte ist knapp an Hauptgerichten und Vorspeisen, aber dafür vielfältig an Tapas und Pintxos. Diese Tapas sind raffinierter, als man sie vielerorts kennt: Zwar gibt es die Klassiker wie Jamon Serrano oder Manchego oder Pimientos, aber besonders hervorragend waren die Hühnerleber in Sherry und die gebratene Chorizo in einer Rioja-Sauce. Die feinen Tapas waren etwas klein gehalten, die klassischen wie die Patatas bravas mit einem pikanten Dip dafür überproportional. Als Hauptspeise wählten wir - no na - eine Paella mit Mariscos und – und das war das Highlight schlechthin – ein saftiges Rinderfilet (Buey). Alles in allem ein sehr feiner Spanier mit Fantasie. Auch die Weinkarte hat gute Seiten, besonders empfehlenswert der Haus-Rioja. Und ja, die Bedienung war spitze: freundlich, witzig, gut beratend und nicht aufdringlich.

So richtig neu ist der Bärenwirt in Salzburg (gleich in der Nähe des Bräustüberls) eigentlich nicht. Der Pächter ist neu und der macht seine Sache gut: Wer gut-bürgerliche österreichische Hausmannskost im Herzen Salzburgs zu vernünftigen Preisen schätzt, ist beim Bärenwirt bestens aufgehoben. Die Krönung war sicherlich der frische, zart-flockige Kaiserschmarrn mit einer ordentlichen Portion Zwetschkenröster!

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2 Kommentare

Elisabeth Blumauer - 14. Feb, 11:56

Klingt super

Super Tipp, danke! Grad in Wien fehlen mir ja die wirklichen spanischen Geheimtipps. Über das Lokal wurde übrigens auch schon in Speising berichtet und Bilder findet ihr hier.
C.B.R.izzi - 16. Feb, 10:34

Muy bien!

War gestern mit ein paar illustren Gästen dort dinieren... sogar die überraschend lange Wartezeit auf meine Speisegenossen war durch das extrem freundliche Service kurioser Weise sehr kurzweilig! Der "Gruß der Küche" war die perfekte Einstimmung für ein wohlfeiles Abendmahl, das bis zum Schluss mit geschmacklichen und geschmackvollen Überraschungen aufwarten konnte - ich erwähne nur das "Whiskey-Eis"!
Fazit: Das schmucke Lokal hat nicht nur auf Grund seiner Farbwahl und des Logos Parallelen zum „AS Roma“, denn es spielt wohl auch vom qualitativen Level in der kulinarischen „Serie A“ von Wien.

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