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Fußball und Kulinarik 2

Heute in Linz. Ich habe meinen Freund und Hobby-Literaten, Hubert Knasweger, losgeschickt, um das Linzer Stadion kulinarisch zu testen. Dabei ist er auf folgende Gedanken gekommen:

„Eine Scharfe scharf“

Jetzt ist es ja nicht unbedingt so, dass in Linz so guter Fußball gespielt wird, dass die Leute sagen, Mensch, das musst du gesehen haben, wie gut die in Linz Fußball spielen. Jetzt, wenn es nicht der Fußball an sich ist und auch nicht die Ostblockcharme versprühende Architektur des Stadions und schon gar nicht der viele Beton, der die größte Anzeigentafel der Welt einrahmt, was ist es dann, das die Leute in Scharen auf die Gugl pilgern lässt? Das fragt man sich zurecht. Weil so ein Spiel zwischen dem Lask und einer Delegation der Stadtwerke Kapfenberg, das ist wirklich nicht sehr schön zum Anschauen. Da vergeht dir alles.
Nur der Appetit, der vergeht dir nicht. Weil der Hofstetter Hans, das ist der, der die Leute mit Essen und Getränken versorgt. Der Caterer, wie sie Neudeutsch sagen, der Do&Co des Linzer Stadionovals sozusagen. Beim Hofstetter Hans da stellt man sich gerne an. Weil schon, wenn man in der langen Schlange steht, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Da sieht man die anderen, die schlauer waren und noch früher Richtung Würstlstandl aufgebrochen sind, schon wieder weggehen mit ihren Papptellern, auf denen sich die schon vom Wiener Lyriker H.C.Artmann gelobte Burenwurst und der Senf und das Semmerl von vorgestern, wo du denkst, hoffentlich bleibt da nicht versehentlich ein Schneidezahn stecken, breit machen. Da will man sich am liebsten vordrängen, damit man endlich „Eine Scharfe scharf“ sagen kann. Und wenn es dann soweit ist, dass man endlich dran ist und das Burenheidl mit ganz vielen anderen Burenheidln im großen Wasserkessel schwimmen sieht und einen die großen Fettaugen, die quietschvergnügt im Sud herumtanzen, so lieb anblicken, dann freut man sich so sehr, dass man ganz vergisst, dass irgendwo ein Fußballspiel im Gange ist. Und wenn dann die charmante Würstlstandlfrau mit einer ausgesprochen bunten Schürze fragt, was hätten’s denn gern und du sagst „Eine Scharfe scharf“, dann kommt dir das ganz langsam über die Lippen. Weil die schönen Momente im Leben, die willst du ja schließlich auskosten. Und dann zahlst du drei Euro und du verstehst die Welt nicht mehr, weil die drei Euro bringen dich dem Paradies näher, während du für das Fußballspiel, das die reinste Hölle ist und noch immer 0:0 steht, zehn Euro hingeblättert hast. Wenn du dann hineinbeißt in die beste Burenwurst Österreichs – das ist jetzt nicht nur mein Urteil, sondern auch das vom Starek Gustl, dem schwarzen Gustl, dem ehemaligen Meisterkicker von Nürnberg und München, der als Trainer so erfolglos war – dann schwebst du bald im siebten Himmel. Weil das Fett hat durch deinen Biss dein Gegenüber nur Bruchteile von Sekunden später voll im Auge getroffen und wenn du Pech hast, ist dein Gegenüber so ein Hooligan, wie er überall auf den Fußballplätzen vorkommt, und der vermöbelt dich gleich auf der Stelle, dass du nur noch Sternderl siehst …

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1 Kommentar

Martin Schobert - 23. Apr, 16:23

Leichtsinn & Fussball Literaten

Sehr gelungen find ich die kulinarisch-wurstigen Gedanken deines Freundes. Ich hege den Verdacht dass er - zumindest was die Qualität des Fussballs betrifft - in vielen Stadien Österreichs Verbündete finden dürfte ...

Ähnlich gelungen finde ich übrigens auch einen Artikel im Standard auf den ich gestern gar nicht leichtsinnig unter Leichtsinn gestossen bin. In dieser Rubrik gibt es übrigens immer wieder herrliche Tipps zu kulinarischen Erlebnissen in Österreich. Womit sich der Kreis hiermit wieder schließt :-)

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