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Und ich war noch nie...
.... dringender Nachholbedarf!
Martin Schobert - 6. Nov, 21:38
Traumjob in Kaprun ...
... dort arbeiten wo andere urlauben. Klingt genial....
Martin - 6. Nov, 21:36
Kaprun ist super
Nun in Kaprun war ich auch schon - allerdings mit dem...
Kaprun Urlauber - 6. Nov, 18:16
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Ah wurde die Aktion doch verlängert? Dachte nur...
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Die Spargelzeit naht!

Schon wieder ist ein Monat um, und meine Zeit als Gastblogger nähert sich ihrem Ende. Dafür beginnt demnächst die Spargelsaison und beschert den Liebhabern dieses edlen Gemüses lang vermißte Gaumenfreuden.

Die-Spargelzeit-naht
Bildquelle: ÖWM, Ulli Kohl

Auch wenn man zweifellos spannende Kombinationen mit Spargel kreiren kann, ich persönlich mag ihn - egal ob in nobel-dezentem Weiß oder in intensiverem Grün - am liebsten ohne Schnörkel:

In etwas zerlassener Butter, mit ein paar Kartoffeln dazu und vielleicht einem Blatt Schinken.

Diese Art der Zubereitung läßt den feinen Eigengeschmack besonders gut zur Geltung kommen und ein Glas Weißburgunder oder ein nicht zu leichter Grüner Veltliner machen daraus ein echtes Festmahl.

Wie beim Kochen muß es auch beim Wein nicht immer besonders ausgefallen und teuer sein. Gute Grundprodukte von ehrlichen Produzenten kundig verarbeitet bringen oft mehr Genuss, als schräge Küchenmoden und zeitgeistige Modeweine.

Für alle, die bei der Kombination von Spargel und Wein nicht ganz ins Blaue hinein experimentieren wollen (was auch seinen Reiz hat) gibt es hier grundlegende Überlegungen zum Thema. Und wem das nicht reicht, dem möchte ich die zugehörige Broschüre mit Rezepten und Wein(sorten)tipps ans Herz legen (pdf, 718 kB).

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www.aufzumwein.at

Die neue Wein-Reise-Seite der ÖWM ist zwar noch nicht offiziell "eröffnet", online ist sie aber bereits und damit (noch) ein echter Geheimtipp:

Unter www.aufzumwein.at gibt es jede Menge Infos über Weinveranstaltungen, Reiserouten, Winzer, Gebietsvinotheken, Heurige, Buschenschenken und Weingasthöfe (samt deren Öffnungszeiten).

Registrierte Benützer können ihre Lieblingsziele auch im Internet verwalten und ihren ganz persönlichen Weinausflug online planen.

Damit richtet sich die neue Seite gezielt an Weinreisende und Ab-Hof-Weinkäufer, während die "offizielle" Website des österreichischen Weines vor allem ausführliche Hintergrundinfos über den heimischen Wein bietet.

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Dekantieren, ja oder nein?

Am Samstag war ich wieder einmal als Lektor für die Weinakademie Österreich tätig. Dabei ist zum wiederholten Mal eine Frage aufgetaucht, die offensichtlich viele Weinfreunde beschäftigt:

Soll man Rotweine dekantieren, und wenn ja wie lange?

Der Begriff des "Dekantierens" bedeutet das Umleeren eines Weines in eine Karaffe. Geschah dies früher vor allem, um eventuell auf dem Flaschenboden abgesetzte Trubstoffe zu entfernen, steht dabei heute der Belüftungseffekt im Vordergrund.

Auch wenn unbestritten ist, dass Rotweine allgemein mehr Luft zur Entfaltung ihres Buketts benötigen, gehen die Meinungen unter Fachleuten zu diesem Thema stark auseinander.

Ich persönlich empfehle das Dekantieren nur bei Rotweinen, die man gut kennt, oder bei denen seriöse Quellen ein Belüften empfehlen. Diese Vorsicht hat folgende Gründe:

Alle Kellermeister wissen, dass nicht jede geöffnete Flasche Wein im voraus geplant und über Stunden zelebriert wird. Weine, die auch schon beim ersten Schluck alles zeigen sind daher oft im Vorteil gegenüber jenen, die verschlossen sind und Zeit und Luft benötigen.

Diesem Umstand tragen heutzutage viele Kellermeister Rechnung und bauen ihre Weine mit mehr Lufteinfluß aus, bevor sie sie abfüllen. Viele Weine profitieren daher kaum vom Dekantieren, und manche leiden sogar darunter, weil sie auch ohne Belüftung schon knapp vor der schädlichen Oxidation mit all ihren negativen Folgen für Farbe, Aroma und Geschmack stehen.

Abgesehen vom Einfluß des Kellermeisters spielen immer wieder auch Jahrgangs- und Sortenunterschiede eine große Rolle. Manche Weine schmecken am dritten Tag besser, als am ersten. Und manche wirken schon am nächsten Morgen müde und schal.

Bei Weinen, die ich nicht kenne, bin ich daher vorsichtig und öffne allenfalls die Flaschen ein oder zwei Stunden früher, ohne sie aber in eine Karaffe umzuleeren. Wenn man beim Verkosten dann doch den Eindruck hat, er bräuchte noch Luft, läßt sich dieses Manko auch noch durch ein intensiveres Schwenken im Glas vor dem Riechen und ein nicht zu eiliges (Aus)trinken der Flasche beheben.

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Was kann man vom Jahrgang 2007 erwarten?

Mandelbaum-im-BurgenlandMit der Mandelblüte am Neusiedlersee zieht langsam der Frühling ins Land. Und wie man im Weinveranstaltungskalender der ÖWM sehen kann, öffnen die Winzer allerorten ihre Kellertüren oder laden auf andere Art und Weise ein, den neuen Jahrgang zu verkosten. Während die meisten 2007er Rotweine noch in den Fässern reifen, sind die Weißen zum Großteil schon in der Flasche und kommen langsam in Verkauf.

Wie die "offizielle" Stellungnahme der ÖWM und auch die Einschätzung der Wein Burgenland zum Jahrgang 2007 belegen, gehen die Fachleute von einem guten bis sehr guten Jahrgang aus, was nach den Wetterkapriolen im Sommer 2007 keine Selbstverständlichkeit ist.

Während nämlich die Touristiker den extrem heißen und regenarmen Juli, in dem mit bis zu 39,5°C einige Hitzerekorde gefallen sind, in guter Erinnerung behalten werden, hat er uns Weinbauern einige graue Haare beschert. Entgegen den Vorstellungen vieler Weinkonsumenten braucht die Weinrebe nämlich keine Badetemperaturen, um hochwertige Trauben zu erbringen. Weinstock und Winzer bevorzugen Sommertage unter 30°C und freuen sich über Regen zum richtigen Zeitpunkt.

Reife-WelschrieslingtraubenZum Glück waren die Nächte und die zweite Augusthälfte vergleichsweise kühl, sodaß in keinem Weinbaugebiet ernste Trockenschäden zu bemerken waren. Der frühe Austrieb nach einem sehr milden Winter und der heiße Sommer bescherte den Winzern die früheste Ernte aller Zeiten und mit ihr eine ziemliche logistische Herausforderung.

Nachdem in den frühen Gebieten des Burgenlandes bereits der Großteil der Weißweinsorten und der frühe Zweigelt gelesen war, setzten in den ersten Septembertagen heftige Regenfälle ein. In fast allen Weinbaugebieten fielen 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter, was 20 bis 30 Prozent der durchschnittlichen Jahresregenmenge entspricht.

Trotzdem blieben die meisten Trauben von der drohenden Fäulnis verschont, weil die Temperaturen auf unter 10°C gesunken waren. Einige sonnige September- und Oktobertage brachten den spätreifenden Sorten danach schließlich doch noch die nötige Reife.

Trotz dieses von Extremen geprägten Wetterverlaufes sind die Weine des Jahrgangs 2007 paradoxer Weise besonders ausgewogen. Sie sind nicht so (zu) niedrig in der Säure und (zu) hoch im Alkoholgehalt, wie angesichts der Trockenheit zu befürchten war. Sie sind aber auch nicht so dünn und extraktarm, wie der starke Regen während Lese nahelegen würde.

Die Weißweine zeigen lebendige Fruchtaromen und eine schöne Harmonie am Gaumen. Sie sind angenehm frisch und machen Lust auf ein zweites Glas.

Die Roten sind in vielen Fällen nicht ganz so konzentriert, wie ihre (jetzt hauptsächlich in Verkauf befindlichen) 2006er, aber sie bieten genug Substanz um auch kritischen Gaumen Freude zu bereiten und sich einige Jahre lang positiv zu entwickeln.

Und last, but not least bescherte uns 2007 auch wieder hervorragende Süßweine aus überreifen, rosinenartig eingeschrumpften Trauben, die zu den besten der Welt zählen werden.

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Der G´spritzte hat immer Saison

Logo-Weinblograllye Heute findet die neunte Etappe der Weinrallye statt, die im Sommer 2007 vom deutschen Winzerblogger initiiert wurde. Dabei sind alle deutschsprachigen Genussblogs eingeladen, über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Der Betreuer der jeweiligen Etappe, in diesem Fall das deutsche Weingut Steffens-Keß, sammelt die Links und veröffentlicht am Ende eine Zusammenfassung.

Diesmal soll es um unkomplizierte Alltagsweine gehen, die auch nach einem zweiten Glas noch Spaß machen. Grund genug, meinen ersten Gastblogger-Beitrag einem typisch österreichischen Getränk zu widmen, das zumindest bei großzügiger Auslegung in das Weinrallye-Thema paßt:

Der G´spritzte, vulgo Spritzer

Logo-Gspritzter Viele Österreicher bevorzugen für den alltäglichen Weingenuss nämlich eine Mischung von Sodawasser und Wein. Dieses Getränk ist nicht nur angenehm leicht im Alkohol, sondern dank der Verbindung der Kohlensäure des Wassers mit dem Säuregehalt des Weines auch besonders erfrischend.

Auch wenn es auf den ersten Blick verwundern mag, wenn ausgereichnet ein Winzer der Verdünung "seines" Rebensaftes mit Wasser Positives abgewinnen kann: Echte Kenner wissen längst, dass nur aus einem guten Wein ein guter G´spritzter entsteht.

Die Kohlensäure des Wassers fördert nämlich beim Aufsteigen auch den kleinsten Makel im Aroma des Weines und den geringsten unharmonischen Bitterton gnadenlos zu Tage.

Deshalb braucht es für einen richtigen G´Spritzten einen ausgesprochen eleganten Weintypus. Der muß zwar nicht besonders kraftvoll, vielschichtig (und teuer) sein, sorgfältig gekeltert und gepflegt aber allemal.

Besonders geeignet ist die österreichische "Nationalrebe", der Grüne Veltliner. Er dominiert nicht nur in Niederösterreich und Wien, sondern spielt gerade für den G´Spritzten auch im Burgenland eine große Rolle.

Ebenso geeignet ist der Welschriesling, der meist eine Spur frischer und säurebetonter wirkt. Ihn trifft man zwar auch vereinzelt im Burgenland, in der Steiermark ist er aber der unumstrittene Hauptdarsteller.

Wer es extravagant und intensiv mag, kann auch mit Muskateller oder Sauvignon blanc aus allen Weinbaugebieten spannende Mischungsergebnisse erzielen. Und wem es auf die Farbe ankommt, dem beschert der Rose-Spritzer ein trendiges Pink.

Auch die Rotwein-Version ist durchaus verbreitet. Dabei ist aber darauf zu achten, dass man einen sehr milden, tanninarmen Wein verwendet, weil die für viele Rotweine typischen Gerbstoffe nicht mit der Kohlensäure des Wassers harmonieren. Außerdem sollte der Rotwein auf Weißwein-Temperatur gekühlt werden, um dem G´Spritzten seine Frische zu bewahren.

Auch wenn ihn viele als typisches Sommergetränk sehen: Der G´Spritzte hat eigentlich immer Saison!

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