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Tolles Blog
Danke für diesen Tipp :-) Hab das Blog gleich...
Wu-Lan-Tong - 7. Aug, 12:07
ich beneide dich auch,...
hätte mich auch gerne mit diesen Köstlichkeiten...
Reinhard - 6. Aug, 12:06
Na vielleicht gehen wir...
... beim Castle Camp in Zell am See/Kaprun? Bis bald Martin
Martin Schobert - 5. Aug, 21:34
Neid
hallo martin, ich beneide dich wirklich sehr um die...
Uwe - 5. Aug, 21:30
Danke
Hallo Vielen Dank für die äüßerst...
Hopfi - 1. Aug, 14:10
Hier zirbt der Geist!
Verzeih mir die Zote, Martin, und danke, dass Du Dir...
Eleonore Gudmundsson - 28. Jul, 18:03
Happi Prikopa
Ich will wieder "Auch Spaß muß sein" im...
Herr Gü - 25. Jul, 10:00
...
Ja gut, Fehler können ja überall mal passieren....
Ralf Stoffe - 21. Jul, 14:29

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Alle Beiträge von Eleonore Gudmundsson

(Wiener) Herz - bleib heurig! II

Sommerbauer
Wenn uns nach Heurigem ist und Stefan Oberschil http://blog.austria.info/stories/25619/ nicht offen hat, hoffen wir auf Franz Sommerbauer in Perchtoldsdorf.
Dabei verdiente Franz Sommerbauer (2380, Sonnbergstraße 32) unsere Zuneigung an jedem Tag des Jahres! Um also Gerechtigkeit walten zu lassen, ziehe der Wiener Gürtel als Äquator ein zwischen der nördlichen Hemisphäre, in der Stefan Oberschil unser Favorit ist und der südlichen, da Franz Sommerbauer regiert!
Was uns an der Buschenschank gleich unterhalb der Perchtoldsdorfer Heide begeistert, ist das vorzügliche Essen -etwa das Beef Tartare: Feinstes Fleisch umgibt sich mit seinen Mischzutaten wie die Sonne mit ihren Strahlen. Als besondere Nuance wird ein herber Tresterlikör gereicht, der auch fleischlos köstlich mundet. Einen Gastarbeiter hat die stets freundliche Margarete Sommerbauer in ihrer zum Gastraum offenen Küche. Wie kein zweiter Österreicher versteht sich ihr Franz auf die Zubereitung knuspriger "Schnitzelspitzln". So wie jene schmecken, muss er mit seinem Los zufrieden sein, das die große Tafel über dem Buffet andeutet. Die Weine sind beglückend, der Garten ist es ebenso. Und: Hier ist man gut zu Kindern!!

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Sicilia est insula in 1040

P4110333
Der erste Geschmackseindruck einer hauchdünnen Prosciuttoscheibe, die Nino Crupi im Sommer 2006 bedächtig von einem riesigen Schinken herunter schnitt und mir mit eleganter Handbewegung darreichte, kann als Verzückung bezeichnet werden. Ich hatte Prosciutto bis dahin als Materie gekannt, die dazu genötigt wird, allerlei zu verhüllen: Melonen etwa, Weichkäse oder (o, Jamie Oliver, warum?) Angler - nichts davon will sich mir erschließen.
Sogleich wurde das Geschäft in Wien 4 (Margaretenstraße 3) Ort meiner tätigen Neugierde, und das war ein lohnendes Unterfangen.
Ergebnis:
Nino Crupi ist ein Sizilianer, in dessen elterlichem Garten die besten Orangen wachsen, die man in Wien finden kann (weil er sie dankenswerter weise hierher importiert). Das Olivenöl von eben dort verdient den selben Superlativ. Wann immer ich ein Geschenk zu machen habe, das nicht alltäglich sein soll, edel, aber nicht unverhältnismäßig teuer, schenke ich eine Flasche Crupi'schen Olivenöls und ernte stets überschwängliche Reaktionen.
Seine Antipasti beglücken meine Gäste, und wenn es etwas zu feiern gibt, schenke ich Crupis Prosecco (aus). Crupis Käse sind ebenso eigene Importe, und jeder - ob Pistazienpeccorino oder Parmesan - verdient höchste Anerkennung.
P4110332
Nino Crupi ist ganz in unserer Nähe - gleich neben der Österreich Werbung. Wir Glückspilze!
Crupi alimentari
Margaretenstraße 3
0664 3910607

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Fleisch! Betrachtung über die Wurstsemmel

P1150264
Die Wurstemmel erstand man früher auf dem Schulweg - und zwar beim Fleischhauer. Es mag schon damals klüger gewesen sein, Vollkornbrot und Apfel zu essen. Besser schmeckte die Wurstsemmel. Leider fiel die Wurstsemmel später den Moden der Vor- und Fertigbackerei zum Opfer. Die Semmelhälften wurden innen so glatt, dass die Extrawurst kläglich verrutschte - dies vor allem, wenn es sich um die teigig-wässrige Variante handelte.
Vor einigen Jahren folgte ich einer Eingebung und erstand in einer der wenigen Fleischhauereien Wiens eine Wurstsemmel, die mich umgehend verjüngte(, was Chanel und La Prairie niemals in dieser Intensität gelingt). Seit diesem Erlebnis kaufe ich so oft es geht bei Alfred Scharmitzer (1210, Theodor Körner Gasse 34/Ecke Donaufelder Straße) ein. Die Qualität des Fleisches ist hervorragend, die der Würstel & Würste (aus eigener Erzeugung) ebenso; Frau Scharmitzer bäckt selbst Mehlspeisen; man kann sich von Scharmitzer auch Brötchen liefern lassen, Scharmitzer führt Wild; zur Ganslzeit kann man bei Scharmitzer das ganze "Package" erstehen. Die Liste ließe sich fortsetzen. Vor allem aber hat Scharmitzer seine Wurstsemmeln. Und die macht ihm keiner nach.
Telefonnr. 01/2701341

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(Wiener) Herz - bleib heurig! I

P6080440
Bekanntlich habe ich einen Mann geehelicht, der einer durchaus ansprechenden Insel entstammt. Wann auch immer ich ihn aber frage, ob er nicht lieber hätte, dass wir in Island wohnen, antwortet er mit ungespielter Vehemenz: Nein! Dort gibt es keinen Heurigen!
Recht hat er. Unklug, wer sich zu weit vom Buschen entfernt, der seit Josef dem II die Kellergasse ziert.
Der Heurige ist die Konserve alles Guten im (Ost)-Österreicher. Er ist üppig, raunzert, herzzerreißend selbstlos und überbordend poetisch. Er ist der Ort, an dem jeder neben jedem sitzt, an dem Taufen gefeiert und Begräbnisse beendet werden - wenn das kein Symbol ist!
Unsere Lieblingsgegend ist Hagenbrunn nördlich von Wien. In der Schlossgasse 17 betreiben Theres und Stefan Oberschil ihren Heurigen. Rotweinguglhupf und Schaumröllchen finden auch dann noch Platz im Magen, wenn dieser von Braten, Aufstrich und Salat bereits versöhnlich gefüllt ist. Und der Wein! So wohlschmeckend sind Grüner Veltliner DAC, Gelber Muskateller und die Rieslinge, dass wir immer ein, zwei Flascherln auf die Insel mitnehmen, von der anfangs die Rede war. Gelber Muskateller auf Quellmoos im Nieselregen. Noch lieber aber: über den Bisamberg wandern und dann beim Oberschil einkehren. Oberschil, unser Herz bleibt heurig!
Stefan Oberschil in 2102, Hagenbrunn, Schlossgasse 17, hat ausgesteckt: 08.04.2008-13.04.2008, 30.05.2008-22.06.2008, 18.07.2008-17.08.2008, 12.09.2008-28.09.2008, 14.11.2008-08.12.2008
Telefon: 02262/672780 oder 672110

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Käse & Wein - heldenhaft!

KaeseRudi2
Käsekenner gibt es viele und Weinkenner auch. Käse- und Weinsommeliers schon weniger. Rudolf Macho, der Käserudi, hat diesen Nachweis höchster Meisterschaft erbracht und darf sich mit beiden Titeln schmücken. Was ihn zu einem Helden macht, ist der Standort, von dem aus er mit Begeisterung und Beharrlichkeit, feuereifrig, doch nie belehrend Käse & Wein feilbietet: Hoheneich, zwischen Schrems und Gmünd im nördlichen Waldviertel. Im Nah & Frisch gegenüber der Wallfahrtskirche, betreibt er seine Wunderkammer.
Die Käse in seiner Kühlkrippe haben alle eine Biografie. Rudolf Macho hat sie nicht selten selbst von weit herbeigeschafft. Dies gilt auch für die Weine, denn als Dompteur charaktervoller Flaschen absolviert er regelmäßig Studien- und Einkaufsreisen. Das Kellergewölbe aus ewigem Granit ist die Lusthöhle des Weinliebhabers. Obgleich das Lager nicht groß ist, finden sich hier gar erfreuliche Tropfen. Und sonst? Rudis Geschäft hat den Charme eines ländlichen Nahversorgers der postmodern durchbrochen ist von sehr, sehr Gutem. Frischer Fisch, Prosciutto, Champagner und Edelkonserven leben in seliger Eintracht mit Süßigkeiten, Zahnpasta und Packerlsuppen. Der Käserudi ist unser Held.

Rudolf Macho
Marktplatz 86
3945 Hoheneich

Tel: 02852/54148 und 0664 5949406
Email: rmacho10@hotmail.com

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Ich trag den Magen in die Gruft

Gruft
Ein Lokal gibt es in Wien (4., Rilkeplatz 7), von dem ich befürchten muss, ich habe es in früheren Zeiten mit einem beachtlichen Umsatz gesegnet. Suchte ich es in Studententagen spätabends auf, so bin ich heute eher mittags dort anzutreffen. Nicht mehr Vergorenes weckt mein Interesse, sondern der abwechslungsreiche Mittagstisch, der mit Wiener Hausmannskost trefflich definiert ist. Da ist es kein Fehler, dass sich das Lokal direkt gegenüber der Österreich Werbung befindet. Den Herrn Wirt sieht man morgens die Waren frisch herbeischaffen, was zu meinem grenzenlosen Vertrauen in die Qualität des Gebotenen beiträgt. Dies gilt auch für die stets frischen Salzstangerln. Was mich aber mit Wohlbefinden umfängt, ist das Feuer, das an kalten Tagen im Ofen gegenüber der Schank prasselt und sich mit der dunklen Holzvertäfelung gegen den Unbill der Welt verbündet. Wien hat seine Inseln - echte Beisln, die nicht mehr versprechen als sie sind und genau deshalb so beständig den Moden trotzen. Wir wissen übrigens nicht, wie die Gruft wirklich heißt. Früher war sie die Gruft. Bei uns bleibt sie das auch. Und für Verirrte gilt: Gegenüber der Österreich Werbung, und die ist bekanntlich in der Margaretenstraße 1. http://www.iti.tuwien.ac.at/hannes.htm
Mo-Fr: 10.15-23.00; Sa,So,Fei: geschlossen

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Gutes an der Grenze

Krupik

Es ist nicht so leicht, ein gutes Wirtshaus zu finden. Auf Gefilde nahe der böhmischen Grenze trifft dies überhaupt zu. Und doch bin ich schon seit langem fündig und stets wohl genährt: Im Ort Steinbach im nördlichen Waldviertel gegenüber der Kapelle steht nämlich das Gasthaus Krupik. Sommers lohnt ein Gastgarten die Anreise - jedenfalls lohnt sie die Küche. Hier wird Gutes aus der Region zubereitet. Dazwischen mag sich - als Zugeständnis an exotisches Sehnen der Umwohner - ein Cocktail von Grönland-Shrimps auf der Karte befinden: Immer stimmt die Qualität. Die Weine kommen von guten Winzern, wenn auch nicht den lautesten. Der Krupik ist ein gutes Gasthaus. Das merkt man daran, dass große Jubiläen von Menschen aus der Umgebung dort gefeiert werden. Und das ist bekanntlich das beste Gütesiegel.

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Und es ward Torte

In Wien II ist die Konditorei Woloszyn, von der ich überzeugt, laut und begeistert sage: Sie ist die beste in ganz Wien! Und das ist durchaus ein ehrenvoller Titel. Torte20Beim Wolozyn gibt es die Biedermeiertorte, von der meine Mutter sagte, man müsse bei ihrem Verzehr schielen vor Vergnügen. Es gibt die Erdbeer-Schokoladetorte, die meinem Mann jene temporäre Augenfehlstellung verursacht, und es gibt die Japonaisetorte, die Römertorte, die Mohntorte, die Jubiläumstorte, all die Torten mit Joghurt und Früchten, die Kekse, das Konfekt - dabei mag ich gar nichts Süßes. Und doch gerate ich in den Verruf der Maßlosigkeit, wenn wir bisweilen einfallen, um für unseren Nachmittagskaffee einzukaufen. Dabei schmeckt der Einspänner so wie er zu schmecken hat. Und richtige Einspänner sind rar.
Die Kinder finden sogar Tischspielzeug vor, und der Kakao ist herrlich. Der Woloszyn führt ein Inseldasein auf der Mazzesinsel: Inmitten der wenig eleganten Straßen Wiens ist er Kosmos süßer Glückseligkeit.

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Zu Dir, Franz, zu Dir!

Reigerl - die Geschmacksknospen versinken im Wasser, wenn ich daran denke. Nur im Gasthaus Mühle im Wattental, Tirol, hab ich es je gegessen. Ob es wohl anderswo exisitiert? Reigerl bezeichnet ein Stück gebratenes Kalbfleisch, das im eigenen Saft auf einer riesigen Scheibe hausgemachten Brotes serviert wird. Gekocht hat es der "Miehl-Franz", ein Tiroler Wirt, für den das Wort "Original" zu klein und unbedeutend ist. Aber ich habe auch andere Speisen verkostet und mich dabei immer in die Obhut des Wirtes begeben, denn er bestimmt, was auf den Tisch kommt. Und das ist gut so. Die Stube ist klein, alt und so, dass man nie woanders sitzen möchte als in der Ecke neben dem Fenster oder vor dem Kachelofen. Will dort sofort wieder hin.
Familie Steinlechner A-6112 Wattenberg 68 Tel. 05224/52510 10 Betten, Zimmer mit Dusche und WC

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Ein Leben ohne Rhabarberstrudel ist möglich aber sinnlos

Enzian1

Die Lurgbauerhütte will errungen sein. Durch den Lohmgraben gelangt man von Altenberg auf jenen Teil der Schneealpe, der der Rax zugewandt ist. Wer vom Anblick der Farbtupfer der Schöpfung noch nicht selig schwebt, soll halt Rhabarberstrudel essen. Dann ist der höchste Glückszustand des alpinen Menschen hergestellt. Es gibt aber leider Zeiten, in denen der Rhabarber nicht wächst. Da mildert die Existenz frischer Sennereiprodukte die Pein der Entbehrung.

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