(Wiener) Herz - bleib heurig! II

Wenn uns nach Heurigem ist und Stefan Oberschil http://blog.austria.info/stories/25619/ nicht offen hat, hoffen wir auf Franz Sommerbauer in Perchtoldsdorf.
Dabei verdiente Franz Sommerbauer (2380, Sonnbergstraße 32) unsere Zuneigung an jedem Tag des Jahres! Um also Gerechtigkeit walten zu lassen, ziehe der Wiener Gürtel als Äquator ein zwischen der nördlichen Hemisphäre, in der Stefan Oberschil unser Favorit ist und der südlichen, da Franz Sommerbauer regiert!
Was uns an der Buschenschank gleich unterhalb der Perchtoldsdorfer Heide begeistert, ist das vorzügliche Essen -etwa das Beef Tartare: Feinstes Fleisch umgibt sich mit seinen Mischzutaten wie die Sonne mit ihren Strahlen. Als besondere Nuance wird ein herber Tresterlikör gereicht, der auch fleischlos köstlich mundet. Einen Gastarbeiter hat die stets freundliche Margarete Sommerbauer in ihrer zum Gastraum offenen Küche. Wie kein zweiter Österreicher versteht sich ihr Franz auf die Zubereitung knuspriger "Schnitzelspitzln". So wie jene schmecken, muss er mit seinem Los zufrieden sein, das die große Tafel über dem Buffet andeutet. Die Weine sind beglückend, der Garten ist es ebenso. Und: Hier ist man gut zu Kindern!!
Themen: Wein Niederösterreich urig Ausflugstipp
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Beim Wolozyn gibt es die Biedermeiertorte, von der meine Mutter sagte, man müsse bei ihrem Verzehr schielen vor Vergnügen. Es gibt die Erdbeer-Schokoladetorte, die meinem Mann jene temporäre Augenfehlstellung verursacht, und es gibt die Japonaisetorte, die Römertorte, die Mohntorte, die Jubiläumstorte, all die Torten mit Joghurt und Früchten, die Kekse, das Konfekt - dabei mag ich gar nichts Süßes. Und doch gerate ich in den Verruf der Maßlosigkeit, wenn wir bisweilen einfallen, um für unseren Nachmittagskaffee einzukaufen. Dabei schmeckt der Einspänner so wie er zu schmecken hat. Und richtige Einspänner sind rar.